Freitag, 4. April 2014

Lesetipp: Regina Gärtner - Unter dem Südseemond

Dank Blogg dein Buch habe ich heute mal wieder einen Buchtipp für euch. Es handelt sich dabei um den Roman "Unter dem Südseemond" von Regina Gärtner, welcher im Heyne Verlag erschienen ist.


Der Inhalt


Protagonistin des Romans ist die junge Schneidestochter Alma aus Köln und diese muss 1899 gegen ihren Willen einen Mann Namens Hermann Stieglitz heiraten. Alma möchte den älteren Hermann nicht heiraten, aber ihr Vater zwingt sie dazu und so ergibt sie sich ihrem Schicksal. Ihr Mann strebt nach gesellschaftlichem Ansehen, möchte beruflich aufsteigen und verlässt Deutschland um nach Deutsch-Samoa ziehen. Selbstverständlich muss Alma mit und so verlässt auch sie ihre Heimat und macht sich in ein unbekanntes Land auf.

Auf dem Schiff, welches sie in die neue Heimat bringen soll, lernt Alma den Seemann Joshua kennen und verliebt sich in ihn. Doch diese Liebe ist natürlich verboten und so beginnt, neben den ganzen Problemen der Auswanderung und der Hochzeit, noch ein weiteres Hindernis, mit dem die junge Alma zu kämpfen hat.

Auch die neue Heimat mit den idyllischen Stränden und den exotischen Gegebenheiten trösten Alma nicht. Denn ihr Mann drängt auf Nachwuchs und auch die Familie, aus der sie herausgerissen wurde, hütet scheinbar ein Geheimnis, dass die junge Schneiderstochter betrifft....

Meine Meinung


Zu Beginn der Geschichte ist Alma ein junges, ja sogar naives Mädchen. Doch im Laufe der Geschichte merkt man als Leser, wie sie sich zu einer starken, selbstbewussten und erwachsenen Frau wandelt. Diese Wandlung ist wird im dem Roman super dargestellt und man kann die Entwicklung wirklich während des Lesens mitverfolgen.

Auch politisch interessierte Leser kommen in dem Roman auf ihre Kosten. Denn man erfährt viel über die politische und gesellschaftliche Situation des Kaiserreichs und Deutsch-Samoas. Aber diese Passagen sind keinesfalls langweilig, denn man erfährt viel über die damalige Zeit, wie beispielsweise die Angst vor einem drohenden Krieg. Auch die samoanische Lebensweise wird anschaulich und interessant dargestellt, die nicht zuletzt durch die Figur des Josephs immer wieder nahe gebracht wird.

Sprachlich hat mir der Roman ebenfalls ganz gut gefallen und es handelt sich um eine leichte und angenehme Kost. Die Schilderungen und Darstellungen werden bildlich beschrieben und man kann sich die Umgebung und die Handlungen gut vorstellen.

Auch Langeweile taucht während des Lesens nicht auf, denn es gibt Handlungen, Wandlungen und Wendungen, die so nicht vorhersehbar sind. Allerdings sind nicht alle Ereignisse ganz nachvollziehbar, da sie etwas gekünstelt und aufgebauscht wirken. Aber wer sich daran nicht stört und nicht ständig Logikfehler im Geschehen sucht, wird sich daran nicht stören.

Natürlich wirken die 583 Seiten (ohne Nachwort und Erläuterungen) auf den ersten Blick viel, aber da kommt man mit der Zeit rein und es liest sich auch wirklich gut. Schön sind die Erläuterungen zu Begrifflichkeiten aus dem Text und die Karte von Samoa. So kann man sich die Umgebung zusätzlich veranschaulichen und bei Worterklärungen gleich nachblättern.

Falls ihr jetzt Lust bekommen habt und neugierig geworden seid, könnt ihr das Buch hier für 9,99 Euro bestellen. 


1 Kommentar:

  1. Das klingt nach Urlaubslektüre, da les ich so was sehr gern;-) Regina Gärtner sagt mir gar nichts, muss ich direkt mal googeln.

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♥ Vielen Dank für eure süßen Kommentare ♥